Samstagmorgen, kurz nach sieben. Ich schiebe zwei Projektkarten auf theapparchitect.com und marcelrgberger.com in den finalen Zustand: Sommelio bekommt einen TestFlight-Badge, DokuAI bekommt überhaupt zum ersten Mal eine öffentliche Karte. Eine ruhige Woche nach außen hin — aber eine, in der sich etwas verschiebt. Zwei iOS-Projekte rücken gleichzeitig in die nächste Phase.
Sommelio: 95% und der erste externe Test
Sommelio steht bei 95%. Das klingt nach “fast fertig” — und das stimmt, aber dieser letzte Rest ist meistens der härteste. Die Kernfunktionen laufen. Die App verhält sich. Was jetzt fehlt, sind die Dinge, die man erst sieht, wenn jemand anderes die App benutzt: Edge Cases im UI, Texte die im eigenen Kontext offensichtlich sind und für Dritte kryptisch wirken, Timing-Probleme die auf einem anderen Gerät anders aussehen als auf dem eigenen.
Deswegen ist TestFlight der nächste logische Schritt. Ich habe den Badge diese Woche auf beiden Sites aktualisiert — nicht weil das eine große technische Änderung ist, sondern weil es einen Zustand abbildet der real ist: die App ist in externen Händen. Das ist ein Qualitätsfilter, den ich bei jedem iOS-Projekt durchlaufe, bevor ich die App Store-Einreichung vorbereite. Apples Review-Prozess ist berechenbar; echte Nutzer sind es nicht, und das ist genau der Punkt.
Kafka ist diese Woche auch noch in den Tech-Stack von Sommelio gewandert. Das war keine spontane Entscheidung — die Architektur hat das von Anfang an vorgesehen — aber der Commit macht es jetzt offiziell sichtbar. Für eine App, die ereignisgetriebene Daten in Echtzeit verarbeiten soll, ist ein Message-Broker keine Überarchitektur, sondern die ehrlichste Lösung.
DokuAI: zum ersten Mal öffentlich
DokuAI taucht diese Woche zum ersten Mal auf meinen Projektseiten auf. Eine Projektkarte, ein Name, eine kurze Beschreibung — mehr nicht, und das ist Absicht. Ich fange nicht erst an, über ein Projekt zu schreiben, wenn es fertig ist. Ich schreibe, wenn es real genug ist, um einen Namen zu haben und eine Richtung.
Was DokuAI macht, kann ich in einem Satz sagen: es soll die Dokumentenverarbeitung für kleine Betriebe automatisieren, die heute noch PDF-Stapel manuell durcharbeiten. Das ist ein Problem, das ich in mehreren Kundengesprächen gehört habe — nicht als abstraktes “wir brauchen KI”, sondern als sehr konkretes “wir verlieren täglich zwei Stunden an Dinge, die eigentlich wiederholbar sind”. Das ist der richtige Ausgangspunkt für ein Werkzeug.
Mehr sage ich an dieser Stelle noch nicht. Die Karte ist draußen, das Projekt ist echt, und nächste Woche gibt es mehr.
Eine ehrlich ruhige Woche
Drei Commits. Keine Releases. Das ist der ehrliche Bericht dieser Woche, und ich finde es wichtig, das nicht zu verschleiern. Es gibt Wochen, in denen man nicht shipped, sondern vorbereitet. TestFlight laufen lassen. Ein neues Projekt benennen. Den nächsten Anlauf strukturieren. Das gehört zum Rhythmus einer Solo-Entwicklung genauso wie die Wochen mit fünf Releases.
Was mich dabei mehr beschäftigt als die Commit-Zahl: ich habe zwei Projekte gleichzeitig in frühen bzw. späten Phasen — Sommelio kurz vor dem App Store, DokuAI ganz am Anfang. Das ist eine Parallelführung, die Disziplin braucht. Ich werde nächste Woche entscheiden, ob Sommelio in die App-Store-Einreichung geht oder ob TestFlight noch eine Runde dreht.
Wer selbst eine iOS-App in die nächste Phase bringen will — egal ob das der erste externe Test oder die App-Store-Einreichung ist — findet auf /services einen Überblick, wie ich dabei helfe.