Zum Inhalt springen
TAA

Artikel

Was den Preis einer App bestimmt: Kostenfaktoren im Detail

Eine erste Version beginnt bei 24.000 €, eine marktreife App für iOS und Android bei 72.000 €. Was dahintersteckt, was den Preis bestimmt und wofür Sie nicht bezahlen sollten.

15. Mai 2026, Marcel R. G. Berger, 5 Min. Lesezeit

  • pricing
  • app entwickeln lassen
  • mvp
  • festpreis
Teilen

Wer eine App entwickeln lassen will, sucht zuerst nach einer Zahl. Hier ist sie: Eine erste Version (MVP) beginnt bei 24.000 €, eine marktreife App für iOS und Android mit echtem Backend bei 72.000 €, und ein unabhängiges Architektur-Review für ein bestehendes Projekt kostet 9.000 bis 12.000 €. Wenn Sie schon eine App haben und zuerst wissen wollen, wo sie steht, kostet der App-Check 1.690 €. Das sind Einstiegspreise. Nach der Klärung des Umfangs legt das Angebot den Festpreis je Etappe schriftlich fest. Abgerechnet wird nicht nach Stunden; zusätzlicher Umfang kommt nur über einen schriftlichen Nachtrag hinzu. Die Festpreise im Überblick finden Sie unter Was kostet eine App?; dieser Beitrag erklärt, wovon sie abhängen.

Wenn Ihnen jemand nur „Es kommt darauf an“ sagt und keine Spanne nennt, sollten Sie dort nicht kaufen. Im Folgenden steht, woraus sich die Zahlen zusammensetzen.

Was Sie tatsächlich bezahlen

Eine App ist mehr als ihr Code. Dazu gehören Planung, Architektur, Code, die Einreichung im App Store, Monitoring, Texte für das Onboarding, Rechtstexte, das App-Icon, Crash-Reporting, die Einrichtung der Push-Benachrichtigungen, das Hosting des Backends, Backups, ein Build-System, das auch in drei Jahren noch funktioniert, wenn Sie etwas ändern wollen, und eine Dokumentation, die auch jemand anderes versteht. Der Code ist der billigste Teil. Der Rest ist Ingenieursarbeit, die fünf Jahre lang trägt.

Ein seriöser Festpreis enthält das alles. Ein „günstiges“ Angebot liefert nur den Code und verkauft Ihnen den Rest später als „Wartung“. Das ist die teure Variante, und Sie merken es im zweiten Jahr.

Auf einen Blick

StufePreisDauerUmfang
Erste Version (MVP)ab 24.000 €2 bis 4 WochenEine Plattform, schlankes Backend, Einreichung im App Store, 90 Tage kostenlose Fehlerbehebung
Marktreife Appab 72.000 €3 bis 4 MonateiOS und Android, vollständiges Backend mit Anmeldung, Push, CI/CD, schriftliche Übergabe
Architektur-Review9.000 bis 12.000 €1 bis 2 WochenUnabhängige Bewertung einer bestehenden Codebasis, Bericht mit Prioritäten

Drei Preisstufen für drei Anwendungsfälle

Erste Version (MVP): ab 24.000 €, 2 bis 4 Wochen. Eine Plattform (iOS oder Android), ein schlanker Backend-Service, die Einreichung im App Store inklusive. Gedacht für eine Marktidee, die Sie mit echten Nutzern testen wollen, bevor Sie das volle Budget freigeben. Dazu kommen 90 Tage kostenlose Fehlerbehebung nach dem Launch, zusätzlich zur Gewährleistung von 12 Monaten.

Marktreife App: ab 72.000 €, 3 bis 4 Monate. iOS und Android (in der Regel mit Flutter, in Sonderfällen nativ), ein Backend mit Datenbank, Authentifizierung, Push-Benachrichtigungen und einer sauberen DevOps-Pipeline. Das ist die übliche Stufe für einen echten Produktstart oder eine interne Unternehmens-App mit einigen hundert Nutzern.

Architektur-Review: 9.000 bis 12.000 €, 1 bis 2 Wochen. Sie haben bereits eine App, wissen aber nicht, ob die Architektur das nächste Wachstum trägt. Sie erhalten einen schriftlichen Bericht mit priorisierten Maßnahmen und einer Risikobewertung. Kein Marketinggerede, sondern Befunde mit Pfadangaben und Empfehlungen.

Was den Preis bestimmt

Drei Faktoren, in dieser Reihenfolge:

  1. Plattformen. Eine Plattform ist deutlich günstiger als zwei. Für ein deutsches B2B-Publikum reicht iOS allein oft aus.
  2. Komplexität des Backends. Eine App ohne Anmeldung und ohne Datenbank spielt in einer anderen Liga als eine mit mandantenfähiger Authentifizierung, Rollen und Audit-Trail. Letztere liegt deutlich über dem Einstiegspreis.
  3. Fremdsysteme. Stripe, SAP, ein vorhandenes ERP oder ein alter SOAP-Service: Jede Anbindung kostet zwei bis fünf Tage Entwicklungsarbeit. Das summiert sich.

Was den Preis dagegen kaum beeinflusst, ist der Wunsch nach einer „schönen“ App. Gutes Design kostet Stunden, nicht Wochen, und schlechtes Design kostet Sie später mehr, weil Nutzer abspringen.

Wofür Sie nicht bezahlen sollten

  • Stundensatz ohne Obergrenze. Jede Stunde, die niemand kontrolliert, ist eine, die Sie nicht zurückbekommen. Ein Festpreis auf Basis eines schriftlichen Umfangs ist Pflicht.
  • „Wartungspauschalen“ für Code, der Ihnen nicht gehört. Wenn der Anbieter den Quellcode nicht übergibt, ist die monatliche Pauschale eine Steuer darauf, dass Sie nicht wechseln können.
  • Workshops zur Anforderungsklärung für 8.000 €. Das erste Gespräch über den Umfang sollte kostenlos sein, und der schriftliche Umfang gehört ins Angebot. Wer Ihnen diese Klärung als eigenes Produkt verkauft, füllt damit seine Vertriebspipeline.
  • Architektur auf dem Papier ohne Code. Sie brauchen niemanden, der Sie zur Architektur „berät“ und die Umsetzung dann an Subunternehmer weitergibt.

So planen Sie Ihr Budget

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Entwicklung (Festpreis). Eine der drei Stufen oben.
  2. Hosting und Fremddienste. Kubernetes-Cluster, Datenbank, Entwicklerkonto für den App Store, E-Mail-Versand, Crash-Reporting: typischerweise 80 bis 300 € im Monat für eine produktive App. Ich gebe diese Kosten zum Selbstkostenpreis weiter, ohne Aufschlag.
  3. Betrieb (optional). Wenn Sie die App nicht selbst betreiben wollen, kostet die App-Pflege 1.200 € im Monat, der Rundum-Betrieb mit Releases und Fehlerbehebung 2.500 € im Monat. Unabhängig davon werden Fehler, die in den ersten 90 Tagen nach dem Launch gemeldet werden, kostenlos behoben.

Eine ehrliche Gesamtrechnung für eine produktive App für iOS und Android im ersten Jahr: 72.000 € Entwicklung plus etwa 2.000 € Hosting, dazu der Betrieb ab 1.200 € im Monat, wenn er nicht im eigenen Haus läuft. Das ist die ehrliche Zahl.

Wie es weitergeht

Wenn Ihnen die Spannen genügen, finden Sie die drei Stufen im Detail auf der Preisseite. Was Ihr Projekt genau kostet, klären wir in einem kostenlosen 30-Minuten-Gespräch, das Sie über die Kontakt-Seite buchen. Danach erhalten Sie ein schriftliches Angebot mit Umfang, Festpreis je Etappe, Risiken und Zeitplan. Unverbindlich.

Die aktuellen Einstiegspreise stehen immer auf der Preisseite und in der vollständigen Kostenübersicht.

Teilen