Skip to content
TAA

Artikel

Was kostet eine App-Entwicklung — ehrliche Preisspannen 2026

Ein MVP startet bei 15.000 €, eine produktive iOS-+-Android-App liegt typisch zwischen 30.000 € und 60.000 €. Was dahintersteckt, was den Preis treibt — und was du nicht bezahlen solltest.

15. Mai 2026 · Marcel R. G. Berger · 4 min

  • pricing
  • app entwickeln lassen
  • mvp
  • festpreis
Teilen

Wer eine App bauen lassen will, sucht zuerst nach einer Zahl. Hier ist sie: ein lauffähiger MVP startet bei rund 15.000 €, eine produktive iOS- und Android-App mit echtem Backend liegt typisch zwischen 30.000 € und 60.000 €, ein unabhängiges Architektur-Review für ein bestehendes Projekt zwischen 5.000 € und 12.000 €. Alle Spannen sind Festpreise nach Briefing — keine Stundenrechnung, keine Eskalation.

Wenn dir jemand “es kommt drauf an” sagt und keine Spanne nennt, willst du dort nicht kaufen. Hier steht, woraus die Zahlen bestehen.

Was du wirklich bezahlst

Eine App ist nicht der Code. Eine App ist Planung, Architektur, Code, App-Store-Submission, Monitoring, Onboarding-Texte, Rechtstexte, App-Icon, Crash-Reporting, Push-Notification-Setup, Backend-Hosting, Backups, ein Build-System, das funktioniert wenn du in drei Jahren etwas änderst, und Dokumentation, die jemand anderes lesen kann. Der Code ist der billigste Teil. Der Rest ist Engineering-Arbeit, die fünf Jahre weiter trägt.

Ein seriöser Festpreis enthält das alles. Ein “günstiges” Angebot liefert nur den Code und verkauft dir den Rest später als “Wartung”. Das ist die teure Variante — du merkst es im zweiten Jahr.

Auf einen Blick

StufePreisDauerUmfang
MVPab 15.000 €2–4 WochenEine Plattform, schlankes Backend, App-Store-Submission, 30 Tage Bug-Fix
Produktive App30.000–60.000 €3–4 MonateiOS + Android, vollständiges Backend mit Auth, Push, CI/CD, schriftliche Übergabe
Architektur-Review5.000–12.000 €1–2 WochenUnabhängige Bewertung eines bestehenden Codebase, priorisierter Report

Drei Preisstufen, drei Anwendungsfälle

MVP — ab 15.000 €, 2 bis 4 Wochen. Eine Plattform (iOS oder Android), schlanker Backend-Service, App-Store-Submission inklusive. Für eine Marktidee, die du in echten Händen testen willst, bevor du das volle Budget gibst. 30 Tage Bug-Fix nach Launch sind drin.

Produktive App — 30.000 € bis 60.000 €, 3 bis 4 Monate. iOS und Android (in der Regel Flutter, in Spezialfällen nativ), Backend mit Datenbank, Authentifizierung, Push-Notifications, sauberer DevOps-Pipeline. Das ist die Standard-Stufe für einen echten Produkt-Launch oder eine interne Unternehmens-App mit ein paar hundert Nutzern.

Architektur-Review — 5.000 € bis 12.000 €, 1 bis 2 Wochen. Du hast schon eine App, weißt aber nicht ob die Architektur das nächste Wachstum trägt. Schriftlicher Report mit priorisierten Maßnahmen und Risikobewertung. Kein Marketing-Gerede — Befunde mit Pfadangaben und Empfehlungen.

Was den Preis treibt

Drei Dimensionen, in dieser Reihenfolge:

  1. Plattformen. Eine Plattform ist deutlich billiger als zwei. iOS allein für ein deutsches B2B-Publikum reicht oft.
  2. Backend-Komplexität. Eine App ohne Login und ohne Datenbank ist ein anderes Tier als eine mit Multi-Tenant-Auth, Rollen und Audit-Trail. Letzteres landet oben in der 30–60k-Spanne, manchmal darüber.
  3. Drittsysteme. Stripe, SAP, ein bestehendes ERP, ein Legacy-SOAP-Service — jede Integration kostet zwei bis fünf Tage Engineering. Das summiert sich.

Was den Preis nicht nennenswert treibt: ob die App “schön” werden soll. Gutes Design ist Stunden, nicht Wochen, und schlechtes Design kostet später mehr in Retention.

Was du nicht bezahlen solltest

  • Stundensatz ohne Cap. Jede Stunde, in der niemand abrechnet, ist eine, die du nicht zurückbekommst. Festpreis auf schriftlichem Scope ist Pflicht.
  • “Wartungspauschalen” für Code, den du nicht besitzt. Wenn der Anbieter den Source nicht übergibt, ist die monatliche Pauschale eine Steuer auf Lock-In.
  • Discovery-Workshops für 8.000 €. Ein echtes Briefing dauert 48 Stunden und ist kostenlos. Wer dir Discovery verkauft, verkauft Sales-Pipeline.
  • Whitepaper-Architektur ohne Code. Du willst niemanden, der Architektur “berät” und dann an Subunternehmer weitergibt.

So budgetierst du

Plane in dieser Reihenfolge:

  1. Build (Festpreis). Eine der drei Stufen oben.
  2. Hosting + Drittdienste. Kubernetes-Cluster, Datenbank, App-Store-Developer-Account, Mail-Versand, Crash-Reporting — typisch 80 € bis 300 € im Monat für eine produktive App. Werden bei mir zum Selbstkostenpreis weitergegeben, keine Marge.
  3. Nach-Launch-Retainer (optional). Bug-Fix-Pauschale oder Feature-Retainer, monatlich kündbar. Niemand zwingt dich zu einem Jahresvertrag.

Eine ehrliche Gesamtkalkulation für eine produktive iOS-+-Android-App im ersten Jahr: 40.000 € Build + ~2.000 € Hosting + 0 € bis 12.000 € optionaler Retainer. Das ist die ehrliche Zahl.

Wo du als Nächstes hingehst

Wenn dir die Spannen reichen, gibt’s eine eigene Preisseite mit den drei Stufen im Detail. Wenn du genauer wissen willst, was dein Projekt kostet, geht das in 48 Stunden: kurze Idee schicken, schriftliches Briefing zurückbekommen — mit Festpreis-Spanne, Risiken und Zeitplan. Kostenfrei und unverbindlich auf der Kontakt-Seite.

Teilen