Eine Richtliniennummer, ein knapper Hinweis und ein Starttermin, der rutscht. Eine Ablehnung ärgert, ist aber selten das Ende: Meist steht darin ziemlich genau, was Apple geändert sehen will.
Was ich mit einer Ablehnung mache
Vier Schritte, in dieser Reihenfolge:
- Die Ablehnung lesen, samt Bildschirmfotos und Rückfragen von App Review in App Store Connect.
- Die App gegen die genannte Richtlinie prüfen, dazu gegen die verwandten Regeln, die beim nächsten Mal wahrscheinlich zur Sprache kommen.
- Beheben, in der App oder im Store-Eintrag, je nachdem, wo das Problem liegt.
- Die neue Einreichung vorbereiten, mit einer klaren Notiz an App Review, was sich geändert hat, und wo nötig mit einem Demo-Zugang.
Eine Freigabe kann nur Apple zusagen. Von mir bekommen Sie eine Behebung dessen, was beanstandet wurde, und eine offene Antwort, wenn mehr nötig ist.
Häufige Gründe für eine Ablehnung
Die meisten Ablehnungen fallen in eine Handvoll Gruppen:
- Unvollständige App oder Angaben (Richtlinien 2.1 und 2.3): Platzhalter, Links, die nicht funktionieren, oder Beschreibung, Bildschirmfotos oder Einstellungen in App Store Connect passen nicht zu dem, was die App tut.
- Abstürze und Fehler: Die App versagt auf dem Gerät, mit dem geprüft wird.
- Kein Demo-Zugang: Der Prüfer kommt nicht an der Anmeldung vorbei und kann die App deshalb nicht testen.
- Datenschutzangaben: Die Datenschutzerklärung fehlt, die Angaben zur Datennutzung passen nicht zur App, oder ein Konto lässt sich nicht löschen.
- In-App-Käufe: Digitale Inhalte oder Abos werden an Apples Kaufsystem vorbei verkauft, wo Apples Regeln es verlangen.
- Mindestfunktionalität (Richtlinie 4.2): Die App bietet zu wenig über eine Webseite hinaus.
- Spam (Richtlinie 4.3): mehrere fast gleiche Apps aus einem Konto, oder eine App, die aussieht wie viele andere im Store.
Den Wortlaut jeder Regel finden Sie in Apples App Review Guidelines (englisch), zuletzt von Apple am 8. Juni 2026 aktualisiert.
Wenn die App eine verpackte Webseite ist
Dann sage ich Ihnen das offen. Richtlinie 4.2 erwartet von einer App mehr als eine Webseite im Rahmen, und Richtlinie 4.2.6 betrifft Apps, die aus Vorlagen oder mit App-Baukästen erzeugt wurden. Dasselbe noch einmal einzureichen hilft selten. Realistisch sind diese Wege:
- ergänzen, was sie für Ihre Nutzer zu einer echten App macht, etwa Nutzung ohne Netz, Benachrichtigungen oder Gerätefunktionen, die ihnen etwas bringen
- sie als echte App neu bauen, mit der Webseite als Vorlage: eine Erste Version (MVP) ab 24.000 €
- im Web bleiben, wenn eine App Ihren Kunden nichts Zusätzliches bringt
Ist Ihre App mit einem KI-Werkzeug entstanden, finden Sie die übrigen typischen Lücken unter KI-Prototyp in den Betrieb bringen.
Woher ich App Review kenne
Ich betreibe eigene Apps im App Store und spreche für sie selbst mit App Review, von der ersten Einreichung bis zu jedem Update. Sie können sie laden und selbst beurteilen: meine Apps im App Store.
Wenn App Review aus Ihrer Sicht falsch liegt
Erst antworten, dann Einspruch. Apples Richtlinien nennen zwei Wege: Rückfragen und ergänzende Angaben gehen als Antwort an App Review in App Store Connect, und sind Sie mit dem Ergebnis nicht einverstanden, können Sie Einspruch einlegen. Ist die App schon im Store, hält Apple Fehlerbehebungen nach eigener Aussage nicht wegen Richtlinienverstößen auf, außer bei rechtlichen oder sicherheitsrelevanten Fragen; das beantragen Sie in App Store Connect und beheben den Punkt mit der nächsten Einreichung.
Auch bei Google Play
Eine Ablehnung oder ein Richtlinienhinweis von Google Play wird genauso behandelt: lesen, die App gegen die genannte Richtlinie prüfen, beheben und das Update vorbereiten. Die Entscheidung trifft dort Google. Lehnt die Play Console ein Update wegen der Android-Zielversion ab, lesen Sie die Fristen für das Target API Level bei Google Play.
Was es kostet
Sie können auf zwei Wegen anfangen:
- Mit dem App-Check zu 1.690 €, wenn Sie zugleich wissen wollen, wer welches Konto kontrolliert und was das nächste Update sonst noch blockieren könnte.
- Mit einem kostenlosen Gespräch, wenn die Ablehnung die einzige offene Frage ist.
Die Behebung selbst läuft zum Festpreis, schriftlich vereinbart, bevor die Arbeit beginnt: im Rahmen einer App-Übernahme ab 9.000 € oder einer App-Rettung ab 24.000 €, je nachdem, wie viel sich ändern muss. Alle Preise netto; die steuerliche Behandlung wird vor Vertragsschluss geklärt und im Angebot festgehalten.
Der Code liegt ab Tag eins in Ihrem Repository; mit jeder bezahlten Etappe gehen die Rechte am bis dahin gelieferten Stand auf Sie über.
Vertraulich ab dem ersten Gespräch: Auf Wunsch unterschreiben wir vorher eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
Berufshaftpflichtversicherung, Nachweis auf Anfrage.