Die App ist live. Kunden benutzen sie. Und der Einzige, der sie verstanden hat, arbeitet seit März nicht mehr hier. Es brennt noch nichts, und genau deshalb wird es verschoben. Dann stellt Apple eine Schnittstelle ab, ein Zertifikat läuft aus, eine Abhängigkeit baut nicht mehr. Aus einem stillen Problem wird dann ein Ausfall an einem Tag, den sich niemand ausgesucht hat.
Der Countdown, den niemand absichtlich startet
Mobile Software altert nach einem Kalender, den andere bestimmen. Jedes Jahr bringt ein neues Betriebssystem, neue SDK-Anforderungen wie die Frist für das Target API Level bei Google Play und geänderte Store-Richtlinien. Jede einzelne Änderung ist mit Vorlauf banal und unter Zeitdruck teuer. Eine ungepflegte App bleibt nicht, wie sie ist. Sie hört nach und nach auf zu funktionieren.
Erst der App-Check, dann jede Entscheidung
Der erste Schritt ist kein Neubau und keine Neueinstellung. Der App-Check für 1.690 € erfasst alle Konten und Zugänge: Code-Repository, Apple- und Google-Entwicklerkonto, Cloud, Datenbank, Domain, Zahlungsanbieter, E-Mail-Versand und API-Konten, jeweils mit der Frage, wem es gehört und wer sich anmelden kann. Er prüft, wo Schlüssel und Passwörter liegen, ob sich die App mit aktuellen Werkzeugen noch bauen lässt, was sie im Store gefährdet und ob Zahlungen und Backups funktionieren. Innerhalb von fünf Werktagen bekommen Sie einen Ampelbericht, die kritischste Lücke wird behoben, und Sie erhalten eine Empfehlung (behalten und übernehmen, retten oder neu bauen) mit einem Festpreis für den nächsten Schritt. Beauftragen Sie diesen binnen 60 Tagen, wird der Preis voll angerechnet; die ersten fünf Kunden (längstens bis 31.12.2026) zahlen den Einführungspreis von 890 €. Den Bericht nehmen Sie in jedem Fall mit, zu jedem Anbieter.
Wenn die Agentur nicht mehr liefert
Nicht jede Übernahme beginnt mit einem Entwickler, der gegangen ist. Oft gibt es die Agentur noch, aber Releases bleiben aus, Tickets bleiben liegen, und Store-Konten, Server und Quellcode liegen bei ihr. Dann ist die erste Aufgabe, all das wieder auf Ihr Unternehmen zu bringen: Apple-Entwicklerkonto, Google Play Console, Domain, Hosting, Repository und Signaturschlüssel. Ich gebe Ihnen die Liste, prüfe das Zurückgegebene auf Vollständigkeit und stelle fest, ob sich die App daraus bauen lässt. Die Herausgabe gegenüber der Agentur durchzusetzen ist Sache Ihres Anwalts. Wie das auf der Store-Seite Schritt für Schritt geht: App und Quellcode auf Ihr eigenes Konto übertragen.
Was die App-Übernahme liefert
Ein Festpreis ab 9.000 €, festgelegt nach dem App-Check:
- alle Konten auf Ihren Namen übertragen oder neu in Ihrem Namen angelegt, die Zugänge des Vorgängers entfernt
- ein reproduzierbarer Build mit aktuellen Werkzeugen, in Ihrem Repository
- ein ausgeliefertes Store-Update
- Überwachung und Backups, deren Wiederherstellung tatsächlich getestet ist
- Notfallhandbuch, Kontenregister und Exit-Plan
Keine neuen Funktionen und kein Umbau. Zeigt der App-Check, dass die App mehr braucht als eine Übernahme, etwa weil Sicherheitslücken offen sind oder Zahlungen nicht ankommen, ist das eine Rettung. Hat Apple gerade ein Update abgelehnt, lesen Sie Hilfe bei App-Store-Ablehnung.
Typischer Ablauf
So läuft eine Übernahme typischerweise ab. Das ist keine Garantie; die tatsächlichen Termine hängen davon ab, wie schnell Zugänge und Code zurückkommen und was der App-Check findet.
- Woche 1: App-Check, Zugänge und Code sichern
- Woche 2 bis 3: erstes Update im Store
- Danach: laufender Betrieb, mit einer Reaktionszeit bis zum Beginn der Bearbeitung von 4 Stunden bei kritischen Ausfällen an Werktagen und einem Werktag für alles andere
Danach Betrieb in drei Stufen
- App-Pflege, 1.200 € im Monat, 3 Monate Mindestlaufzeit: Updates für Betriebssysteme und SDKs, Sicherheitspatches, neue iOS- und Android-Hauptversionen, Store-Fristen, Überwachung und Backups mit getesteter Wiederherstellung
- Rundum-Betrieb, 2.500 € im Monat, 3 Monate Mindestlaufzeit: alles aus der App-Pflege, dazu Releases und Fehlerbehebung
- Betrieb mit technischer Leitung, 6.200 € im Monat, 6 Monate Mindestlaufzeit: alles aus dem Rundum-Betrieb, dazu technische Verantwortung für Roadmap, Architektur, Releases und Stores
Hosting kommt zum Selbstkostenpreis hinzu. Neue Funktionen gibt es per Nachtrag zum eigenen Festpreis. Mehr unter App-Wartung und Betrieb. Oder Sie übergeben die dokumentierte App an Ihr eigenes Team; auch das geht.
Vorbereitet, falls ich ausfalle
Eine benannte Vertretung gibt es nicht, und ich tue auch nicht so. Was Sie absichert, ist aufgeschrieben und liegt bei Ihnen: Die Konten laufen auf Ihren Namen, das Notfallhandbuch in Ihrem Repository zeigt Schritt für Schritt, wie die App gebaut, veröffentlicht und wiederhergestellt wird, und der Exit-Plan regelt, was bei einer Trennung übergeben wird. Im Betrieb prüft einmal im Jahr eine Übergabeprobe, ob ein anderer erfahrener Entwickler mit dem dokumentierten Stand übernehmen könnte.
Bewusst ohne Lock-in
Alles läuft auf Ihren Konten. Die Dokumentation ist für einen Nachfolger geschrieben, nicht als Formalie. Holen Sie die Entwicklung nächstes Jahr wieder ins Haus, nehmen Sie das System einfach mit; vorher muss nichts entwirrt werden. Sie sollen bleiben, weil es funktioniert, und nicht, weil ein Wechsel teuer wäre. Alle Preise netto; die steuerliche Behandlung wird vor Vertragsschluss geklärt und im Angebot festgehalten.
Vertraulich ab dem ersten Gespräch: Auf Wunsch unterschreiben wir vorher eine Vertraulichkeitsvereinbarung.
Berufshaftpflichtversicherung, Nachweis auf Anfrage.
Wenn die App nie fertig wurde: App-Projekt gescheitert. Wenn sie mit KI-Werkzeugen gebaut wurde: KI-Prototyp live bringen.